Initiative: weltweite Ächtung von DU – Munition

Das IPPNW und die IALANA haben auf der internationalen DU-Konferenz in Spanien Ende 2000 das weltweite Verbot von DU – Munition gefordert.

Darin wurde im Einzelnen gefordert :

  1. Ächtung von Verwendung, Entwicklung, Produktion, Transport, Lagerung und Besitz von DU – Munition und DU – Panzerung sowie jeglicher weiteren militärischen DU – Nutzung,
  2. Medizinische Versorgung aller DU- Opfer, insbesondere der Kinder,
  3. Vernichtung aller DU – Munitions- und Kriegsgerätebestände und sichere Endlagerung des Urans in stabiler chemischer Verbindung,
  4. Verbot der zivilen Nutzung von DU wegen der zukünftigen oder bereits eingetretenen Freisetzung von Uran und seinen Verbindungen bei Unfällen,
  5. Dekontamination aller DU – verseuchten militärischen und zivilen Geräte,
  6. Dekontamination aller DU – verseuchten Gebiete. Hierzu gehören neben Kriegsschauplätzen auch militärische Übungsplätze und sonstige Einsatzgebiete,
  7. Umwandlung der weltweit etwa 2 – 3 Millionen Tonnen DU in Form von chemisch nicht hinreichend stabilen Uranhexaflorid in das stabile Uranoxid und sichere Endlagerung,
  8. Ahndung von militärischer DU – Anwendung als Kriegsverbrechen ( gemäss Art. 85 Abs. 3b ZP I ; Art. 6b IMT – Statut; Art. 2c, 3a und b ICTY – Statut; Art. 8 Abs. 2b Rom – Statut ),
  9. Beseitigung der Folgeschäden von DU – Anwendung gemäss allgemein (völker) rechtlichen Haftungsgrundsätzen,
  10. Schaffung eines Zentrums zur weltweiten Dokumentation aller DU – verseuchten Gebiete, insbesondere Kriegssschauplätze, militärische Übungsplätze, Unfallstellen etc. und zur Beschäftigung mit der DU – Problematik.

Wir "Mütter gegen den Krieg Berlin" schliessen uns nicht nur dieser Forderung an, sondern möchten hiermit die Friedensbewegten, Gewerkschaften, Christen, Menschen unterschiedlicher Weltanschauung, kurz, alle Menschen, die über die gegenwärtige Lage in der Welt besorgt sind, zu einer Initiative ermuntern, die in einem weltweite Protest gegen die Anwendung von DU mündet und schliesslich

zu einem weltweiten Verbot der DU – Munition führt.

Dies wäre ein kleiner aber wichtiger Schritt in Richtung Abrüstung auf der ganzen Welt.

Wir fordern alle, die diese Initiative unterstützen auf, dies mit ihrer Unterschrift

zu bekunden.

Brigitte Queck, c / o "Mütter gegen den Krieg Berlin"

Tel. / Fax : 0331 / 71 17 71