Initiative: weltweite Ächtung von DU –
Munition
Das IPPNW und die IALANA haben auf der
internationalen DU-Konferenz in Spanien Ende 2000 das weltweite Verbot von DU
– Munition gefordert.
Darin wurde im Einzelnen gefordert :
- Ächtung von Verwendung, Entwicklung, Produktion, Transport, Lagerung und
Besitz von DU – Munition und DU – Panzerung sowie jeglicher weiteren
militärischen DU – Nutzung,
- Medizinische Versorgung aller DU- Opfer, insbesondere der Kinder,
- Vernichtung aller DU – Munitions- und Kriegsgerätebestände und sichere
Endlagerung des Urans in stabiler chemischer Verbindung,
- Verbot der zivilen Nutzung von DU wegen der zukünftigen oder bereits
eingetretenen Freisetzung von Uran und seinen Verbindungen bei Unfällen,
- Dekontamination aller DU – verseuchten militärischen und zivilen Geräte,
- Dekontamination aller DU – verseuchten Gebiete. Hierzu gehören neben
Kriegsschauplätzen auch militärische Übungsplätze und sonstige
Einsatzgebiete,
- Umwandlung der weltweit etwa 2 – 3 Millionen Tonnen DU in Form von
chemisch nicht hinreichend stabilen Uranhexaflorid in das stabile Uranoxid
und sichere Endlagerung,
- Ahndung von militärischer DU – Anwendung als Kriegsverbrechen ( gemäss
Art. 85 Abs. 3b ZP I ; Art. 6b IMT – Statut; Art. 2c, 3a und b ICTY –
Statut; Art. 8 Abs. 2b Rom – Statut ),
- Beseitigung der Folgeschäden von DU – Anwendung gemäss allgemein (völker)
rechtlichen Haftungsgrundsätzen,
- Schaffung eines Zentrums zur weltweiten Dokumentation aller DU –
verseuchten Gebiete, insbesondere Kriegssschauplätze, militärische Übungsplätze,
Unfallstellen etc. und zur Beschäftigung mit der DU – Problematik.
Wir "Mütter gegen den Krieg Berlin" schliessen uns nicht nur
dieser Forderung an, sondern möchten hiermit die Friedensbewegten,
Gewerkschaften, Christen, Menschen unterschiedlicher Weltanschauung, kurz, alle
Menschen, die über die gegenwärtige Lage in der Welt besorgt sind, zu einer
Initiative ermuntern, die in einem weltweite Protest gegen die Anwendung von DU
mündet und schliesslich
zu einem weltweiten Verbot der DU – Munition führt.
Dies wäre ein kleiner aber wichtiger Schritt in Richtung Abrüstung auf der
ganzen Welt.
Wir fordern alle, die diese Initiative unterstützen auf, dies mit ihrer
Unterschrift
zu bekunden.
Brigitte Queck, c / o "Mütter gegen den Krieg Berlin"
Tel. / Fax : 0331 / 71 17 71